Urmel

Klein, grün und ganz allein. Eigentlich müsste das Urmel die traurigste Gestalt auf dem Planeten sein. Das letzte seiner Art - und erschießen will man es auch noch. Stattdessen nimmt das Baby die Welt so, wie sie ist, inklusive Sprachfehler. Wenn ein Urmel direkt nach dem Schlüpfen mit dem Sprechen anfängt, darf man es mit den Ansprüche schließlich nicht übertreiben. Und Singen geht auch mit falschem Anlaut. Ich möchte mich hiermit aufrichtig bei meiner Mutter entschuldigen, die sich das Urmellied als Begründung und Entschuldigung für zahlreiche Ausreißer meinerseits anhören musste. Das Urmel wird auf ewig auf dem Olymp meiner Kindheitshelden leben. In einer Mupfel. Gemeinsam mit dem Li-La-Launebär. Vielleicht kriegt der das mit der Spracherziehung auch endlich richtig hin. (Kendra Stenzel)

Der singende See-Elefant

Mit seinem dramatischen Künstlerschal und den traurigen Liedern wirkte der See-Elefant, wie er da so einsam auf seinem Felsen vor Titiwu lag, immer ein bisschen wie ein angeschwemmter Möchtegern-Pavarotti. Seeele-Fant wurde er auch genannt, weil er immer so traurige Lieder sang. Auch er hatte natürlich einen Sprachfehler: i und e waren gar nicht drin, dafür kam immer ein ö heraus. „Öch bön nöcht froh“, klagte er dann und rundherum waberte das Plastikfolienmeer. (Christiane Vielhaber)

Wutz

Auf unserem Planeten gibt es zwei nennenswerte Schweinedamen: die zeitlos schöne Diva Miss Piggy und Wutz. Wer früher in den Genuss der Augsburger Puppenkiste kam, der wird sich noch an diese reizende Schweinedame aus den Abenteuern von „Urmel aus dem Eis“ erinnern. Als Haushälterin des geflüchteten Naturkundeprofessors Habakuk Tibatons sorgte sie auf der Insel Titiwu mit strenger Hand für Zucht uns Ordnung. Nach dem Fund von Urmel nahm sie sich dem kleinen Findelkind an und überschüttete ihr „Urrrrrrrrrmeli“ fortan, stets um sein Wohl besorgt, mit viel Liebe und Essen. Es gab wohl keine fürsorglichere Mutter im deutschen Fernsehen. (Helena Schwar)

Wawa

Mit seiner verdammt coolen Muschel, äh Mupfel, am Strand von Titiwu erregt Waran Wawa den Neid von Pinguin Ping und - ich muss es zugeben - auch von mir. Wer würde nicht gerne am paradiesischen Strand hausen? Da kann man „prima nachdenken. Die Sonne geht auf und unter und zieht über mich hinweg. Und der Mond geht auf und unter und zieht über mich hinweg“. Ein tolles Leben, wenn Ping nicht permanent versuchen würde, die Mupfel zu erobern... (Niels Altenmüller)

Ping

Ping weiß, wie es ist, neidisch zu sein. Er weiß es sehr genau. Denn so eine „pföne Mupfel“ wie die von Wawa gibt es auf der ganzen Insel nur einmal. Und eigentlich ist es nicht fair, dass der Waran ganz allein darin wohnen darf. Nirgends kann man so pfön die Pfterne beobachten wie in einer Mupfel. Darum kann ein kleiner Pinguin, wo er doch auch nur ganz wenig Platz beansprucht, ruhig mal probeliegen in dieser Mupfel. Ganz kurz nur. (Janine Paskamp)

Der König

Er langweilt sich furchtbar, seit er abdanken musste. Seitdem sein Reich zu einer Demokratie  wurde, nennt sich König Pumponell von Pumpolonien selbst König Futsch. Und wie es sich für einen amtierenden oder abgesetzten König gehört, ist er ein Großwildjäger. Als er vom Urmel hört, reist er nach Titiwu, um es zu fangen und nach Pumpolonien zu bringen. Nach dramatischen Entwicklungen schließen die beiden jedoch am Ende Freundschaft. Der spanische Ex-König Juan Carlos, der für seine Elefantenjagd schweren Ärger bekam, und der amerikanische Großwildjäger, der den Löwen Cecil erschossen hat, hätten sich diese Geschichte mal besser angeschaut. (Christiane Vielhaber)