Es liest sich jetzt wie eine Prophezeiung. „Kein Schriftsteller, der bei Trost ist, schreibt eine Autobiografie. Denn eine Autobiografie ist das letzte Buch.“ Mit diesen Sätzen beginnt Urs Widmers „Reise an den Rand des Universums“, eine Autobiografie fürwahr, aber doch eigentlich ein Roman. Und: Das Buch umfasst ja nur die ersten dreißig Jahre! Da hätte noch einiges kommen dürfen. Am Mittwoch aber ist Urs Widmer in Zürich gestorben.

„Hinter der Autobiografie ist nichts. Alles Material verbraucht. Kein Erinnerungsrätsel mehr.“ Da beginnt das Buch erst mit der Kindheit auf der Wickelkommode im Mai 1938 in Basel, mit dem ersten Wort „Auti“, mit der Entdeckung der Welt an der Hand der Eltern. Der Autor spürt einem Gefühl nach und traut sich, das Wort „Glück“ zu verwenden. Aber es währt kurz.

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