Volker Kühn war ein Mann aus dem Hintergrund, in aller Regel fanden nur seine Texte auf die Bühne – meistens grausam und heiter zugleich. Er schrieb für Wolfgang Neuss und für Dieter Hildebrandts „Notizen aus der Provinz“, verfasste großartige Bühnenstücke wie die Gustaf-Gründgens-Revue am Deutschen Theater, „Marlene“ am Renaissancetheater oder „Bombenstimmung“ am Theater des Westens. Es handelte sich jeweils um Gratwanderungen, die den schrillen Glamour und perfiden Terror der NS-Zeit in unterhaltsamen, gelegentlich heiteren Revuen ansiedelten. Das konnten nicht viele. In das Bühnengeschehen des vergangenen Jahrhunderts vertiefte er sich so, dass er als Kabarett-Historiker eine Institution wurde, ungezählte Tonträger zum Thema veröffentlichte.

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