Istanbul/Kamischli - Der „Engel von Kobane“ lebt. Sie hatte im Internet für Furore gesorgt, die schöne kurdische Kämpferin Rehana im Tarnanzug mit ihrem Victory-Zeichen. Voreilig hatten die Propagandisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sie für tot erklärt, doch die kurdische Kämpferin in der belagerten syrischen Stadt Kobane ist gesund und munter. Zwar hat die Studentin nicht, wie zu lesen war, mehr als hundert Feinde getötet, sondern sie kam meist hinter der Front zum Einsatz. Doch ihr millionenfach verbreitetes Bild bleibt das Symbol der kurdischen Frauenbrigaden, die Seite an Seite mit den Männern ihre Stadt verteidigen.

Die syrischen Kurden haben das Internet sehr spät für sich entdeckt, aber inzwischen nutzen sie es ebenso professionell wie ihre islamistischen Gegner. Ihr größter Trumpf sind dabei ihre weiblichen Kämpfer. Zwar kämpfen die Frauenbataillone schon seit fast drei Jahren gegen die Islamisten, um die das dreigeteilte syrische Kurdengebiet „Rojava“ zu schützen, aber erst seit Kurzem nimmt die Öffentlichkeit davon Notiz. Denn es sind die tapferen kurdischen Frauen, die bei der Rettung der Jesiden und den Kämpfen in Kobane der Welt Respekt abrangen.

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