Es ist viel gesiegt worden in den vergangenen Wochen. An Verlierer werden wir uns erst wieder gewöhnen müssen. Müssen, weil niemand mit besonderem Vergnügen Kriegsberichten lauscht, in Bombenkrater blickt oder Opfer zählt. Auf der Welt aber wird allerorten Krieg geführt, in Gaza, in Syrien, im Irak, in der Ostukraine. Und allerorten verloren, wie Kriege das an sich haben: Menschen verlieren ihre Heimat, ihren Besitz, ihr Leben. Zuvor haben Regierungen die Kontrolle über Konflikte verloren, die ihnen aufgezwungen wurden oder die sie selbst geschürt haben. Wenn es ein Gesetz des Verlierens gibt, heißt es Krieg. Er kennt keine Sieger, jedenfalls keine, die ohne Verluste blieben.

Selten haben derart viele Kriege zeitgleich unsere Aufmerksamkeit gefordert. Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Milizen in der Ostukraine hatten gerade begonnen, als die islamistische IS sich anschickte, den Nordirak zu terrorisieren. Die Politik in Israel und Gaza wird beherrscht von Hass und Gewalt. Und schließlich verbindet der bereits zwei Jahre währende Bürgerkrieg in Syrien die Konflikte im Nahen Osten zu einem Flächenbrand. Drei Kriege, die nur Landesgrenzen voneinander trennen. Im Fall Syriens und des Irak ist diese Grenze nur noch eine imaginäre.

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