Eine der verblüffendsten Veränderungen der deutschen Parteienlandschaft im vergangenen Vierteljahrhundert war die Verwandlung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) von einer arbeiterdiktatorischen, militaristischen, poststalinistischen, sklerotischen Stasi-Partei in die Linke als pazifistische, rechtsstaatstreue, tolerante Menschenrechtspartei. Das Bemerkenswerteste dieser Mutation bestand darin, dass hier nicht einfach eine vom Volk aus den Machtzentralen verjagte Staatspartei ihr altes Programm ins Altpapier warf und sich ein neues schrieb. Vielmehr markierten die neuen Positionen der Linken fast ausnahmslos das genaue Gegenteil der alten Positionen der SED, genauer: Für die Auffassungen, die die Linken heute vertreten, hätten sie im SED-Staat mit ihrer Freiheit bezahlt.

Verfassungsschutzämter in Pflugscharen

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.