Derzeit scheint es, als sei die größte Gefahr für Europas Zusammenhalt genau das, worauf es am stolzesten ist – die Demokratie. Beispiel Griechenland: Am Sonntag wird dort gewählt. Politiker warnen vor einem Sieg des Linksbündnisses Syriza, das den europäischen Politikkonsens in Frage stellt. An der Börse wird das „politische Risiko“ gefürchtet – also das Risiko, dass in den kommenden Wahlen in ganz Europa die falschen an die Macht kommen, „die Populisten“. Dargestellt wird dieses Problem gern als Aufkommen einiger übergeschnappter Politiker. Tatsächlich aber resultiert das „politische Risiko“ aus einem grundlegenden Wandel der EU.

Ausgangspunkt der europäischen Einigung war nach dem Zweiten Weltkrieg die Erkenntnis, dass die ehemaligen Weltmächte zu klein geworden waren. Allein und auf sich allein gestellt hätten sie keine Chance gegen Supermächte wie die USA oder die Sowjetunion – an ihre Stelle kann man heute Russland und China setzen.

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