Säße man in der Comédie Française, man hätte seine Freude an diesem Stück. Einer dieser klassischen Tragödien scheint man beizuwohnen, die unaufhaltsam einem verhängnisvollen Ende entgegen streben. Als Hauptdarsteller glänzt Nicolas Sarkozy, Ex-Innenminister, Ex-Präsident. Nach 28 Monaten mühevollen politischen Stillhaltens ist er auf die Bühne zurückgekehrt, in die Rolle des Retters der Nation geschlüpft, die ja im Würgegriff von Schuldenkrise, Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Stagnation der Rettung auch dringend bedarf. In einer Nebenrolle ist Manuel Valls als Pariser Regierungschef zu bewundern, der Berlin und Brüssel von der Spar- und Reformfreudigkeit der Franzosen zu überzeugen versucht. Mit ihr ist es, der Zuschauer weiß es, nicht weit her. Und er ahnt: Das wird böse enden.

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