Am 1. Juli 1990 sprach der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl davon, dass der Osten Deutschlands sich bald in „blühende Landschaften“ verwandeln werde, „in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt“. Tatsächlich entstanden auf dem Territorium der DDR vielerorts blühende Landschaften. Vor allem dort, wo bis dahin Industrie gewesen war. Über zahlreiche Industriestandorte wuchs Gras. Die neuen Bundesländer verödeten, die Menschen verließen weiter in solchen Mengen ihre Heimat, dass ganz Landstriche entvölkert wurden. Dort war es mit leben und arbeiten vorbei.

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