Vor vier Jahren, im März 2011, brach in Syrien ein Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad aus, der sich zuerst langsam, dann aber mit Wucht und von äußeren Mächten befördert zu einem verheerenden Bürgerkrieg entwickelte. Über diesen Bürgerkrieg wurde anfangs ausführlich und sogar begeistert berichtet, denn der Sturz Assads schien nur eine Frage von Wochen. Doch Assad ist noch immer an der Macht, der Bürgerkrieg wütet vor sich hin und fordert täglich neue Opfer.

Mit der Zeit und vor allem in den letzten Monaten ist dieser Konflikt in einem schwarzen Loch verschwunden. Das Drama in und um Syrien reduziert sich bei uns auf Nachrichten über den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS), ausländische Terror-Touristen und Möchtegern-IS-Bräute, die von ihrem netten Zuhause in Birmingham, Halle oder Marseille an die wilde nahöstliche Front eilen. Es brauchte dieses vierten Jahrestages, damit das syrische Elend wieder Schlagzeilen macht und zudem ins Bewusstsein gerufen wird, dass der IS nur eine Facette der nahöstlichen Verwerfungen ist.

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