Manche Fehltritte sind offensichtlich so gravierend, dass die Gesellschaft den Täter unwiderruflich zur sozialen Auslöschung verurteilt – selbst wenn kein Strafgericht sich jemals mit der Tat befasst. Einen solchen Fehltritt hat beispielsweise 1997 der erste stellvertretende Solo-Kontrabassist der Deutschen Oper begangen. Ausgerechnet in der Bar eines Hotels in Tel Aviv unterzeichnete er die Getränkerechnung mit „Adolf Hitler“. Für diese Idiotie – Antisemit war der Mann nachweislich nicht – flog er selbstverständlich aus dem Orchester, seine Kündigungsschutzklage war ebenso selbstverständlich erfolglos.

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