Berlin - Möchte noch jemand darauf wetten, dass der neue Flughafen in Schönefeld in seiner jetzigen Form je eröffnet wird? Dass er zügig „ans Netz“ geht, wie Geschäftsführer Hartmut Mehdorn immer verspricht? Kann irgendjemand ausschließen, dass das Gebäude komplett umgebaut, entkernt, ja sogar wieder abgerissen werden muss? Und folglich weitere Milliarden fließen werden, bis in etlichen Jahren dort das erste Flugzeug abhebt?

Es gibt kein Schreckensszenario, das man sich beim BER nicht vorstellen kann. Soweit ist es gekommen. Fast täglich erhält dieser Fatalismus neue Nahrung – obwohl es so gut wie keine offiziellen Informationen über den Stand der Bauarbeiten gibt. Oder gerade deshalb. Lange Zeit hielt sich der Eindruck, dass die Verantwortlichen nicht nur unfähig sind zum Bauen, sondern auch zum Kommunizieren. Dass sie Transparenz für unwichtig halten angesichts der Probleme. Jetzt wissen wir, dass sogar dies eine Illusion gewesen ist. Der Verdacht, dass wir für dumm verkauft würden und irgendwer im Besitz der ganzen Wahrheit sei, ist falsch. Keiner weiß etwas.

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