Vor elf Jahren rückten US-Truppen in den Irak ein. US-Präsident George W. Bush begründete damals den Einmarsch öffentlich damit, Saddam Hussein stelle Massenvernichtungsmittel her und sei mit den Islamisten von Al-Kaida verbandelt. Beides war schlicht gelogen. Der Diktator endete am Strick. Aber weite Teile des Landes werden nun von der Terrortruppe Isis kontrolliert. Diese herrscht heute im Nordosten Syriens und im Westen des Iraks über ein zusammenhängendes Gebiet, das weit größer ist, als jenes, das Al-Kaida in Afghanistan unter dem Regime der Taliban je hatte. Ihrem Ziel, ein Kalifat zu errichten, das vom Euphrat bis zum Mittelmeer reicht, sind die Terroristen ein gutes Stück nähergekommen.

Die Lage ist hochdramatisch. Über der Dreimillionenstadt Mossul weht die schwarze Fahne der Dschihadisten. Die irakische Armee hat ihnen in wenigen Tagen eine Reihe von Städten kampflos überlassen. Isis hat mit dem Sturm auf Gefängnisse Tausende von Sympathisanten befreit und mit der Eroberung von Militärstützpunkten seine Waffenlager aufgefüllt. Schon drohen die Islamisten mit einem Marsch auf Bagdad.

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