Das Bundesverfassungsgericht hat gestern eine Ente in die Welt gesetzt. Als Quintessenz seiner Entscheidung über die Dominanz der Länderregierungen und Parteien in den Kontrollgremien des ZDF formulierte es als Überschrift über die einschlägige Pressemitteilung: „Normenkontrollanträge gegen den ZDF-Staatsvertrag überwiegend erfolgreich“.

Natürlich, wer es als Erfolg betrachtet, wenn ein Vier-Zentner-Mann nach mehrmonatiger Diät zwei Pfund verliert, wer dem Alkoholiker gratuliert, dem es endlich gelingt, von dem Kasten Bier, den er gewöhnlich an jedem Tage zu trinken pflegt, einmal in der Woche eine Flasche ungeleert zu lassen, der wird auch das 14. Rundfunkurteil des Bundesverfassungsgerichts als Meilenstein auf dem Weg zur verfassungsrechtlich verlangten Staatsferne des Senders beklatschen. In Wahrheit ist es fast das Gegenteil: Die Kapitulation des Gerichts vor den Begehrlichkeiten der Politik..

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