Wenn ein Schiff manövrierunfähig ist und es den Anker wirft, um auf Hilfe zu warten, kann die Ankerkette reißen und das Schiff hilflos in der Strömung zurücklassen. Aber das ist kein Argument gegen den Anker. Das Schiff, das ist die Euro-Zone in der Krise. Und der Anker, das ist das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB), dessen Rechtmäßigkeit derzeit vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt wird. Geklärt werden soll dort die Frage: Handelt es sich bei dem OMT genannten Anleihekaufprogramm um einen Fall – verbotener – monetärer Staatsfinanzierung? Bei der Klärung der juristisch komplizierten Frage, ob die EZB dieses Verbot missachtet hat, geht jedoch völlig unter, wie unsinnig dieses Verbot letztlich ist. Um das zu verstehen, muss man sich anschauen, was für eine außerordentliche Institution eine Zentralbank ist.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.