Haben Sie’s schon gemerkt? „Das Thema Ernährung ist in der Gesellschaft angekommen.“ Diese unfreiwillige Humoreinlage stammt von den Organisatoren der Demonstration „Wir haben es satt“, mit der seit dem Dioxin-Skandal 2011 jährlich zum Start der Grünen Woche gegen die Agrarindustrie protestiert wird – gegen Genfood und Tierleid, Antibiotika und Billigfraß, gegen Massenproduktion, die Tausende Bauern in den Ruin und Millionen Menschen weltweit in den Hunger treibt.

Weit über 20.000 Menschen kommen jährlich zu den Protesten. Ernährung ist also, das meinen die Veranstalter wohl, im politischen Streit angekommen. Doch anders als bei der Energie ist eine politische Agrarwende nicht in Sicht. Das liegt nicht nur an der Menschenfutterindustrie. Sondern auch daran, dass die Kritiker noch kein Mittel gegen das ungehörte Verhallen ihres Protestes gefunden haben.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.