Die Geburt des königlichen Babys und der endlich eingekehrte Frühling haben die Briten zuletzt mehr beschäftigt, als die bevorstehenden Wahlen zum Unterhaus. Das reine Mehrheitswahlrecht bringt es mit sich, dass in vielen der 650 Wahlkreise alles beim Alten bleiben wird. Selbst in umkämpften Bezirken weisen oft nur wenige Poster auf die angebliche Schicksalsentscheidung hin, von der Tory-Premier David Cameron und sein Labour-Herausforderer Edward Miliband gern sprechen.

Nun sind die Briten an steile Rhetorik gewöhnt, ja, sie bewundern elegante Eloquenz, ohne ihr immer gleich Glauben zu schenken. Die Lethargie hat auch damit zu tun, dass keiner so recht an das Schicksalhafte des 7. Mai glauben mag. Eine kompetent agierende Regierung von Mitte-Rechts-Parteien – die erste auf Dauer angelegte Koalition seit dem Zweiten Weltkrieg – könnte durch ein Bündnis von Mitte-Links-Parteien abgelöst werden. Oder Konservative und Liberaldemokraten erneuern ihre Zusammenarbeit für weitere fünf Jahre.

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