Berlin - Diese Zahlen werden jede Woche mit Spannung erwartet: Immer am Freitagnachmittag gibt die Senatsverwaltung für Bildung bekannt, wie viele Infektionsfälle es an den allgemeinbildenden Berliner Schulen gibt. In der ersten Novemberwoche hatten sich die Zahlen fast verdoppelt. In der zweiten Novemberwoche gab es noch einmal einen sprunghaften Anstieg. Und in dieser Woche gibt es neue Rekordwerte, doch insgesamt ist der Anstieg weniger dramatisch als erwartet. Und vielleicht ist das ja schon die erhoffte Trendwende – und ein erstes kleines Anzeichen dafür, dass die Maßnahmen des zweiten Lockdowns greifen und die Ausweitung der Maskenpflicht an weiterführenden Schulen sich bewährt.

In dieser Woche mussten 765 Lerngruppen geschlossen werden, 1197 Schüler und 415 Mitglieder des Schulpersonals wurden positiv auf Corona getestet. Zum Vergleich: Am vergangenen Freitag waren es 622 geschlossene Lerngruppen, 1022 Schüler und 341 Mitglieder des Schulpersonals hatten positive Testergebnisse.

Bei den beruflichen Schulen sind die aktuellen Zahlen in Relation zum vergangenen Freitag fast gleich geblieben: Hier sind inzwischen 60 Lerngruppen geschlossen, 303 Schüler und 23 Erwachsene mit Gewissheit infiziert.

Im Blick auf die Bezirke sind diese Woche Mitte, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg am stärksten betroffen. Und am wenigsten betroffen sind Treptow-Köpenick, Pankow und Lichtenberg. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass die Unterschiede zwischen den Bezirken kleiner werden. In jedem gibt es inzwischen mindestens 50 positiv getestete Schüler.

Am Donnerstag haben die Gesundheitsämter und die Schulaufsichten der Bezirke erneut entschieden, welcher Stufe des Stufenplans die einzelnen Schulen zugeordnet werden: 42 Schulen stehen auf Grün, 573 auf Gelb und 192 auf Orange. Auffällig ist, dass die Zahl der roten Schulen von zwei auf zehn gesprungen ist. Nicht nur drei berufliche Schulen, sondern auch einzelne Vertreter der anderen Schultypen sind jetzt damit beschäftigt, ihren Schulbetrieb auf hybrides Lernen umzustellen.