Schüler einer 7. Klasse lernen mit Tablets im Matheunterricht.
Foto: dpa/Julian Stratenschule

BerlinIn Berlin sollen weitere 40.000 Schülerinnen und SchülerTablets erhalten. Das Land bekommt dafür aus dem Sofortausstattungsprogramm des Bundes 25,7 Millionen Euro, wie die Senatsverwaltung für Bildung mitteilte. „Damit können neben den bereits ausgegebenen 9500 Tablets weitere 40.000 für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler beschafft werden.“ Beschränkungen auf bestimmte Jahrgangsstufen gibt es dabei nicht. Die Ausschreibung wird den Angaben zufolge vorbereitet. Die 9500 Tablets, die ab dem Frühjahr ausgegeben wurden, wurden mit Landesmitteln finanziert.

Vorgesehen ist laut Bildungsverwaltung, die neue Ausschreibung in mehrere Lose aufzuteilen, sodass drei verschiedene Geräteanbieter mit den Betriebssystemen Android, iOS und Windows zum Zug kommen. „Wir sorgen mit zügigen Ausschreibeverfahren nun dafür, dass die Schulen und Lehrkräfte zeitnah digitale Endgeräte erhalten“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Für die Ausstattung der Lehrerinnen und Lehrer mit Laptops stellt der Bund insgesamt 500 Millionen Euro bereit. Davon erhält das Land Berlin nach Angaben der Bildungsverwaltung voraussichtlich rund 25 Millionen Euro. Die Ausschreibung werde ebenfalls bereits vorbereitet, während mit Bund und Ländern noch Details zu klären seien.

Bei aller Freude über die neuen Geräte müssen vier Fragen erlaubt sein: Sind Tablets wirklich besser als Laptops für die Zwecke schulischen Lernens? Soll die Berliner Schülerschaft zu ihren Tablets auch eine Tastatur bekommen? Würde es nicht Sinn machen, die Berliner Schüler alle mit demselben Betriebssystem auszustatten? Und ist es gut, schon Grundschülern ein eigenes Gerät in die Hand zu drücken?

Denn schließlich gibt es unter Experten und Eltern eine heftige Debatte darüber, ob es nicht besser wäre, die Grundschulzeit weitgehend bildschirmfrei zu gestalten.