Berlin - Ab Montag den 17. Mai öffnen die Berliner Kitas wieder für alle Familien, die Liste der systemrelevanten Berufe als Betreuungsgrundlage entfällt damit. Normalbetrieb für alle bedeutet das jedoch noch nicht.

Als Reaktion auf die sinkenden Infektionszahlen entschied der Senat am Montag, einen „eingeschränkten Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ für alle Berliner Familien zu ermöglichen, hieß es in der aktuellen Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Alle Kinder sollen ein Betreuungsangebot über 7 Stunden am Tag erhalten.

Gemischte Reaktionen auf den Vorstoß des Senats 

Cem Erkisi, Erzieher und Personalratschef der Kitas SüdOst, begrüßte die Möglichkeit für mehr Kinder, die Einrichtungen zu besuchen. „Es sind schließlich inzwischen mehr und mehr Erzieherinnen geschützt, auch sie wünschen sich die Kinder wiederzusehen.“ Erkisi mahnt jedoch angesichts der aktuellen Inzidenz weiter zur Vorsicht.

Von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hingegen gab es Kritik. Wieder einmal müssten die „Berliner Kita-Erzieher*innen müssen aus der Presse erfahren, dass sie die Kitabetreuung ab Montag uneingeschränkt anzubieten haben", hieß es in einer Pressemitteilung. Es sei unklar, welches Konzept mit der Öffnung der Einrichtungen verfolgt werde, zumal die Pandemie vor den Kitas keinen Halt mache.