Vielen Bewerbern gelingt es aus Sicht von Personalern nicht, sich im Vorstellungsgespräch überzeugend zu präsentieren. Mehr als jeder dritte Personaler (38 Prozent) sieht bei Kandidaten mit mehr als fünf Jahren Berufserfahrung Defizite bei der Darstellung ihrer Kompetenzen und Erfahrung. Bei Jobsuchenden mit weniger Erfahrung kritisiert diesen Punkt fast jeder Zweite (49 Prozent).

Ebenfalls ein häufiger Fehler: Bewerber können ihre Karrierepläne und Ziele nicht darlegen. Und sie wissen zu wenig über den potenziellen Arbeitgeber. Im Auftrag des Personaldienstleister Robert Half wurden vom Marktforschungsinstitut Market Probe 200 Personaler befragt.

Was aber können Bewerber tun, um sich besser darzustellen? Wie geht man mit Nervosität, Small Talk und schwierigen Fragen um? Wir haben zehn goldene Regeln für den Bewerbungstag gesammelt.

1. Angemessene Kleidung wählen

Gut ausgewählte Kleidung und ein gepflegtes Äußeres gehören weniger zu den eigentlichen Benimmregeln, doch beides zeugt von Respekt vor dem Gegenüber. Achten Sie vor allem darauf, dass Ihr Outfit dem Dresscode der Branche und des Betriebs entspricht.

2. Pünktlichkeit wirkt zuverlässig

Pünktliches Erscheinen bei Vorstellungsgesprächen sollte selbstverständlich sein - alles andere ist unhöflich und macht einen unzuverlässigen Eindruck. Treffen Sie lieber etwas früher am Ort des Geschehens ein, um keine Jobchancen zu verspielen.

3. Ruhig bleiben beim Warten am Empfang

Häufig begrüßt Sie erst einmal die Sekretärin oder eine Mitarbeiterin des potenziellen Chefs und bittet Sie, zu warten. Bleiben Sie freundlich und stellen Sie sich vor. Beim Warten auf den Arbeitgeber gilt: keine unangemessenen Gesten, kein nervöses Zupfen an der Kleidung, keine übertrieben neugierigen Fragen. Am besten setzen Sie sich ruhig hin und verfolgen die Geschehnisse um Sie herum mit Interesse.

4. Bei der Begrüßung den Vortritt lassen

Ein wichtiges Thema ist das Begrüßen. Kommt der Gesprächspartner Ihnen entgegen, erheben Sie sich und stellen sich vor. Ein kurzer, fester Händedruck signalisiert Souveränität. Denken Sie an ein freundliches „Guten Morgen“, „Guten Tag“ oder auch „Hallo“, und sprechen Sie wenn möglich den anderen mit Namen an. Das zeigt: Sie haben sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet und wissen, wer Ihr Gegenüber ist.

Wer aber geht im Anschluss vor auf dem Weg ins Büro? Ist Ihr Gesprächspartner geschult in Sachen Etikette, lässt er Ihnen souverän den Vortritt, ohne dass Sie sich verlaufen. Andernfalls lassen Sie ihn vorausgehen.

Darf ich vor dem Jobinterview noch eine Zigarette rauchen? Wie hinterlasse ich einen guten Eindruck beim Abschied? Das beantworten wir auf der nächsten Seite.