Berliner Lehrer können sich freuen: Großzügige Altersgrenze für Verbeamtung

In Berlin wird die Altersgrenze vorübergehend auf 51 Jahre hochgesetzt, damit die Zahl der Enttäuschten möglichst klein bleibt.

Ein Chemielehrer bei der Durchführung eines Experiments
Ein Chemielehrer bei der Durchführung eines Experimentsimago images

Berlin-Noch ist es nicht offiziell, aber schon jetzt dürfen sich die Berliner Lehrkräfte freuen. Denn die Altersgrenze für die Verbeamtung der Bestandslehrkräfte wird vorübergehend auf 51 Jahre hochgesetzt.

Das ist ein wirklich großzügiges Angebot an die aktuell angestellten Lehrer; in anderen Bundesländern wird nur bis zum Alter von 45 oder 47 Jahren verbeamtet. In Sachsen, wo man vor drei Jahren zur Verbeamtung zurückkehrte, wurde die Altersgrenze sogar extra auf 41 Jahre heruntergesetzt, weil das Land die großen Ausgaben für die Beamtenpensionen minimieren wollte.

In Berlin dürfen die Lehrkräfte zehn Jahre älter sein als in Sachsen und kommen trotzdem in den Genuss der finanziellen Vorteile, die eine Verbeamtung mit sich bringt. Im Vergleich mit anderen Bundesländern ist Berlin seinen Lehrkräften sehr entgegengekommen. Denn man will unbedingt, dass die Zahl der Enttäuschten möglichst klein bleibt.

Natürlich wird es trotzdem Personen geben, die durchs Raster fallen. Weil sie die Altersgrenze verfehlen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht verbeamtet werden können. Und natürlich werden diese sich ungerecht behandelt fühlen. Denn sie bekommen für die gleiche Arbeit weniger Geld. Und der Nachteilsausgleich – in Form von 200 Euro monatlich – kann den Nachteil nicht wirklich ausgleichen.

Deshalb hatte die SPD auch ursprünglich eine zeitliche Entlastung von zwei Wochenstunden angeboten. Doch in Zeiten des extremen Lehrermangels und nach Widerstand der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) wollte und konnte der Senat dieses Angebot nicht durchsetzen. Die Sache entwickelt sich jetzt so, dass es im Grunde keine attraktive Option mehr ist für Lehrkräfte, sich anstellen zu lassen oder angestellt zu bleiben.

Alle, die rechnen können, werden auf eine Verbeamtung pochen, auch wenn das den Verlust einer gewissen Flexibilität im Lebenslauf bedeutet.