Berlin - Auch dieser erste Schultag – der nach den Herbstferien – beginnt mit Sorgen: Berliner Schulleiter würden es vorziehen, selbst bestimmen zu dürfen, welche Sicherheitsmaßnahmen gegen das Coronavirus an ihren Standorten gelten. Doch die ersten drei Tage lang gilt nach Anordnung von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) Corona-Warnstufe Gelb, überall. Das heißt: Maskenpflicht im Lehrerzimmer -und für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 bis 13 auch im Unterricht. Der „Corona-Stufenplan“, mit dem jede Schule individuell eingestuft werden soll, tritt erst kommenden Donnerstag in Kraft.

Viel zu spät, findet der Sprecher der Berliner Vereinigung der Oberstudiendirektoren (VOB) Wolfgang Gerhardt, der deshalb am Freitagabend eine Beschwerdemail an seine regionale Schulaufsicht, die Senatsschulverwaltung sowie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) schickte. Das Schreiben liegt der Berliner Zeitung vor. Der Leiter des Neuköllner Albert-Einstein-Gymnasiums bemängelt darin, ihm erschließe sich nicht, warum bei derart hohen Inzidenzzahlen im Bezirk „nicht temporär eine vollständige Maskenpflicht an weiterführenden Schulen verbindlich festgelegt wird“, so Gerhardt. Dass es dem Bezirk Neukölln ab Donnerstag freisteht, das anzuordnen, reiche ihm nicht, sagte Gerhardt der Berliner Zeitung – in den drei Tagen zuvor gebe es reichlich Gelegenheit zur Weitergabe von Infektionen.

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