Abiturienten schreiben eine Abiturprüfung. (Symbolbild)
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BerlinEs gilt das Wort von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD): Das in der Kultusministerkonferenz verabredete bundesweit einheitliche Vorgehen hinsichtlich der Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss, zum Abitur und an den beruflichen Schulen und Oberstufenzentren sei „unerlässlich“. Am Sonntag bekräftigte ihr Sprecher Martin Klesmann: „Es geht uns darum, die allgemeine Anerkennung des Abiturs sicherzustellen.“ Das Land könne die Prüfungen nicht im Alleingang absagen.

Über Ostern hatten Schülervertreter aus Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland ihre Landesregierungen aufgefordert, Abweichungen   von der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz zu den Abschlussprüfungen zu ermöglichen.

Elternausschuss schreibt an Schulsenat

Am Montag positionierte sich der Landeselternausschuss Berlin in einem Schreiben an den Schulsenat. Darin wird die Notwendigkeit einer bundeseinheitlichen Lösung für das Abitur für „zwingend notwendig“ erklärt. Befürchtet wird, dass Einzellösungen für Berliner Schülerinnen und Schüler nachteilig auf die Immatrikulation in anderen Bundesländern wirken könnten. Gleichwohl teilt der Landeselternausschuss die Sorge, ob die Prüfungen „ohne Nachteile durch die aktuelle Pandemie-Situation regulär stattfinden können“. Von den Kultusministern fordert das Gremium, dass am 14. April entweder die deutschlandweit geltende Abiturprüfung erklärt wird oder die „Absetzung und eine ersatzweise Anerkennung des Abiturs mittels Notendurchschnitt“ beschlossen werde. Für den Fall, dass die KMK an Prüfungen festhält, werden Bedingungen für eine sichere Durchführung unter Beachtung des Infektionsschutzes formuliert.

Am Sonnabend hatten die Berliner Schülervertreter die Aufhebung der allgemeinen Prüfungspflicht gefordert und Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) Maßnahmen vorgeschlagen, die eine komplette Absage der Prüfungen verhindern könnten. In einem Schreiben an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller hatten sie geklagt, die Bildungssenatorin verlange trotz der Corona-Krise „von uns, in unseren wichtigsten Abschlussprüfungen Höchstleistung zu zeigen“.