Berlin - Die Infektionslage an Berliner Schulen hat sich, nachdem letzte Woche ein deutlicher Anstieg vermeldet wurde, entspannt. Obwohl positive Ergebnisse aus der vorherigen Woche, für die noch kein Negativtest vorlag, mitgezählt wurden, sank die Zahl der erkannten Corona-Fälle. Waren es letzte Woche noch 1026 Schülerinnen und Schüler, die sich infiziert hatten, wurden in der ersten Maiwoche 968 Infektionen gemeldet. Die berlinweit sinkenden Inzidenzen finden sich also auch in den Schulen.

Wird ein Schüler oder eine Lehrkraft positiv auf Sars-CoV-2 getestet, muss unter Umständen die Lerngruppe geschlossen werden und in Quarantäne gehen. Auch dies war in den letzten sieben Tagen weniger häufig der Fall: Letzte Woche mussten 173 Lerngruppen aufgrund infizierter Personen geschlossen werden, diese Woche waren es 136.

Schulen in Mitte und Neukölln melden die meisten Corona-Fälle

Wie in den letzten beiden Wochen hat Mitte die meisten geschlossenen Lerngruppen und die höchsten Infektionszahlen. In dem Innenstadtbezirk, zu dem auch Wedding gehört, wurden 151 positiv getestete Schülerinnen und Schüler gemeldet, 59 Lerngruppen wurden geschlossen. Neukölln (149 Fälle) und Tempelhof-Schöneberg (98) sind wie auch letzte Woche nach Mitte am stärksten vom Infektionsgeschehen in Schulen betroffen. Wenige Infektionen hingegen sind in Pankow (43) und Treptow-Köpenick (47) gemeldet worden.

Der gleiche Entspannungstrend der Infektionslage lässt sich in den beruflichen Schulen beobachten. Es mussten deutlich weniger Lerngruppen geschlossen werden: Letzte Woche waren es elf, diese Woche lediglich zwei. Die Zahl der Infektionen in beruflichen Schulen wurde mit 103 (118 in der vorigen Woche) bemessen, wobei auch hier noch nicht negativ getestete Fälle letzter Woche mitgezählt wurden, was die Entspannung der Lage umso deutlicher macht.

Insgesamt ist ein deutlicher Rückgang der Zahlen zu verzeichnen. Auf dem Stand der vorletzten Woche, in der unter 800 Infektionen gemeldet wurden, sind die Berliner Schulen jedoch noch nicht wieder.