Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Pankow landete auf Platz 1
Bild: BLZ / Markus Wächter

BerlinDer Anmeldungszeitraum war von 17. bis 26. Februar. Ob es mit einer der drei Wunschschulen geklappt hat, erfahren Berlins angehende Siebtklässler ab 29. Mai. Jetzt schon bekannt: Die Schulen, bei denen die meisten Erstwunsch-Anmeldungen pro verfügbarem Schulplatz eingegangen sind.

Top 10 der Integrierten Sekundarschulen (ISS)

  • Max-Beckmann-Schule
  • Martin-Buber-Oberschule
  • Carl-Zeiss-Schule
  • Sophie-Scholl-Schule
  • Bettina-von-Arnim-Schule
  • Gutenberg-Schule
  • Wilma-Rudolph-Schule
  • Ellen-Key-Schule
  • Alexander-Puschkin-Schule
  • Heinz-Brandt-Schule

Top 10 der Gymnasien

  • Carl-von-Ossietzky-Gymnasium
  • Fichtenberg-Oberschule
  • Barnim-Gymnasium
  • Johann-Gottfried-Herder Gymnasium
  • Friedrich-Engels-Gymnasium
  • Paul-Natorp-Gymnasium
  • Rosa-Luxemburg-Gymnasium
  • Hannah-Arendt-Gymnasium
  • Käthe-Kollwitz-Gymnasium
  • Robert-Blum-Gymnasium

Wie jedes Jahr gibt es bei den Gymnasien stärkere Schwankungen als bei den Integrierten Sekundarschulen (ISS): So ist beispielsweise das Primo-Levi-Gymnasium in Weißensee, das im vergangenen Jahr bei auf Platz 1 gelandet war, dieses Mal in den Top 10 gar nicht erst vertreten. Grund ist, dass Eltern bei der Angabe von Wunschschulen oft strategisch vorgehen und sich bei einer im Vorjahr stark nachgefragten Schule geringere Chancen ausrechnen.

Die Liste zeigt auch: Eine Integrierte Sekundarschule (ISS) ohne gymnasiale Oberstufe ist nicht automatisch unten durch. Die Alexander-Puschkin-Schule und die Heinz-Brandt-Schule haben beide deutlich mehr Erstwunschanmeldungen als Plätze, obwohl sie ihre Schüler nicht bis zum Abitur führen.

Laut Senatsschulverwaltung haben sich knapp 58 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Erstwunsch an einer ISS oder einer Gemeinschaftsschule angemeldet, gut 42 Prozent bei einem Gymnasium.

Scheeres will „bei Schulplätzen nicht nachlassen“

Insgesamt gab es 25.173 Anmeldungen auf 26.282 verfügbare Plätze. Die Verkündung der Senatsschulverwaltung, es seien deshalb noch 1109 Plätze frei, ist allerdings mit Vorsicht zu behandeln. Weil Neubau- und Sanierungsmaßnahmen noch Jahre andauern, sind bereits jetzt Tausende der nötigen  Schulplätze nur durch größere Klassen und Auflösung von Funktionsräumen entstanden. Auch wenn alle Schüler unterkommen – an vielen Schulen wird es erst mal enger.

Das weiß auch Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD): „Mir ist klar, dass wir bei der Schaffung von Schulplätzen auch in Zukunft nicht nachlassen dürfen“, teilte sie zur Veröffentlichung der Liste mit. Auch sei ihr sei bewusst, dass die Anmeldephase für Eltern und Kinder „recht aufreibend“ sei.

Im vergangenen Jahr bekamen 90 Prozent der Kinder einen Platz an einer ihrer drei Wunschschulen. Die Schulämter verschicken die Bescheide in diesem Jahr am 29. Mai. Diejenigen, die kein Glück hatten, sollen dann zum 19. Juni eine andere Schule der gewünschten Schulart genannt bekommen.