Tanja Hille steht vor dem Tisch und schiebt die darauf liegenden Papiere hin und her - gefühlt minutenlang. Noch reden die Studenten im Seminarraum an der Berliner Universität und rücken ihre Stühle. Statt anzufangen, wartet Hille in aller Seelenruhe ab, bis es ganz ruhig ist. Dann schaltet sie ihre Stoppuhr an und legt los: „Ich möchte fünf Punkte vortragen“, erklärt sie. „Doch zuvor ein paar Ausführungen zu den Argumenten der Gegenseite.“

Der studentische Debattierclub Berlin Debating Union diskutiert an diesem Abend über ein medizinisches Thema: Soll der Arzt den Partner informieren, wenn er weiß, dass sein Patient eine sexuell übertragbare Krankheit hat? Präsidentin Hille argumentiert dagegen. Mit lauter Stimme trägt sie nach und nach ihre Argumente vor und schaut dabei in die Runde. Ist ihr ein Punkt wirklich wichtig, gestikuliert sie mit den Händen. Trotz Kopfschütteln der Gegenseite und eingeworfenen Fragen: Die 22-Jährige lässt sich nicht aus dem Konzept bringen.

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