Der neue Bundesbericht zum wissenschaftlichen Nachwuchs, der letzte Woche vorgestellt wurde, bietet ein zwiespältiges Bild. Insgesamt beschäftigen die deutschen Hochschulen 168.000 Personen im wissenschaftlichen Bereich unterhalb einer Professur. Etliche von ihnen promovieren, die übrigen haben ihr Ziel schon erreicht und möchten sich als sogenannte Postdocs für eine Professur, zumindest für eine langfristige Tätigkeit in der Wissenschaft qualifizieren. 92 Prozent dieser Gruppe sind befristet beschäftigt – vor 15 Jahren lag der Anteil bei 86 Prozent. Obwohl seit langem, vor allem von Gewerkschaften und Interessenvertretungen, eine Erhöhung der Quote unbefristeter Stellen unterhalb der Professur gefordert wird, geht die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. Ist das ein Versagen des Hochschulsystems? Oder handelt es sich um die Effekte unzureichender Finanzierung?

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