Berlin - Wackelig ist so ein Halbrund, wenn man es auf die gewölbte Seite legt und darauf zu balancieren versucht. Das Kleinkind, das bei der Vorstellung von „Les Sols“ den Versuch unternimmt, entscheidet sich für Beistand: Besser eine Elternhand ergreifen, die beim Balanceakt stützt. Denn ausprobiert werden muss, was es mit diesen gelben Gummidingern auf sich hat, die den zwei Großen in weißer Kleidung doch vorhin sicheren Tritt ermöglichten.

Kleinkinder sind entdeckungsfreudig: Im Familienzentrum Adalbertstraße in Kreuzberg wird das, was die zehn Kinder vom Baby- bis zum Kleinkindalter eben bei den Performerinnen Malgven Gerbes und Margot Dorléans auf der Spielfläche beobachtet haben, munter nachgeahmt, sobald sie die Requisiten nicht mehr nur sehen, sondern selbst erkunden dürfen. Gelbe Plastikringe, die gerade noch an einem zum Ast verwandelten Zollstock baumelten, verschwinden in einem Babymund. Mit einer roten Kanne wird die giggelige Teeparty der beiden Performerinnen nachgespielt. Und ein Paar Gummistiefel wandert an Kinderhänden durch die zum Theatersaal umfunktionierte Bewegungshalle.

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