„Wir sind eine Schule im Brennpunkt, keine Brennpunktschule“: Astrid-Sabine Busse leitet seit 29 Jahren die Schule in der Köllnischen Heide.
Bild: Volkmar Otto

BerlinFangen wir doch mal anders an: Durch die Grundschule in der Köllnischen Heide wabert Vorfreude. Überall in dem riesigen 70er-Jahre-Bau in der Hänselstraße am Baumschulenweg duftet es frischgeputzt, der Springbrunnen vor dem Eingang springt, die Beete blühen, Sonne scheint auf das mehr als zwei Hektar große Gelände mit Pausenhöfen, Turnhalle, eigenem Sportplatz. Es ist Donnerstag, Tag 4, bevor das neue Berliner Schuljahr beginnt. Der Countdown läuft. Am Montag kehren knapp 700 Kinder in ihre Schule zurück, oder betreten sie als aufgeregte Erstklässler zum ersten Mal. Auf dem Schulhof flitzt schon die Vorhut herum: Kinder aus der Ferienbetreuung. Aber sonst ist diese Schule noch bis Montag das Reich der Erwachsenen.

Die laufen hier emsig durch die Gänge, rufen sich Grüße zu, fragen, ob der Stundenplan schon fertig ist, bemerken überrascht das Schild an der Tür des Lehrerzimmers: „Ich soll jetzt meine Maske aufsetzen?“, fragt eine Lehrerin verwirrt. Die Antwort ist ja, spätestens ab Montag: Mund-Nasen-Schutz auf Fluren, Toiletten, in Treppenhäusern – überall, wo sich verschiedene Gruppen begegnen könnten. Das Corona-Schuljahr beginnt mit vielen Ängsten, aber hier wirken irgendwie trotzdem alle sehr gut gelaunt.

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