Berlin - Im Sommer letzten Jahres sind Marie-Luise L. und ihre Ehefrau Carrie S. Eltern von Zwillingen geworden. Nach der Geburt wurden jedoch nicht – wie bei anderen ehelichen Kindern – beide Eheleute als Eltern in die Geburtsurkunde eingetragen, sondern nur Marie-Luise, die die Kinder geboren hat. Das Paar ist verheiratet und die Zeugung geschah mithilfe einer offiziellen Samenspende. Die Vaterschaft der Samenspenders ist gesetzlich ausgeschlossen.

Dennoch wird Carrie bisher nicht als rechtlicher Elternteil ihrer Kinder anerkannt. Nach bisherigem Recht sind die Kinder deshalb schlechter abgesichert gegen existenzielle Risiken, da Unterhalts-, Versorgungs- oder Erbansprüche die rechtliche Elternschaft voraussetzen. Das Paare möchte aber nicht den Weg der Adoption gehen.

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