Berlin - Im Juli dieses Jahres trat die Bremer Kultusministerin Claudia Bogedan von ihrem Amt zurück. Warum? Weil sie dem ungeheuren öffentlichen Druck in der Corona-Krise nicht mehr standhielt und weil es ihr nicht mehr gelang, diesen Druck von ihrer Familie fernzuhalten und von ihren beiden kleinen Kindern. Bogedan galt als äußerst fähige Politikerin, die zum Beispiel die Digitalisierung der Bremer Schulen extrem vorangetrieben hat. Im letzten Lockdown hatte sie eine mutige Position: Sie hielt die Schulen offen in einer Zeit, als das unpopulär war, und wurde dafür hart kritisiert. Ein paar Monate später erlebte sie, wie viele ihrer Kritiker umschwenkten und dann die herrschende Meinung nachbeteten, von wegen: Die langen Schulschließungen  hätten eine „lost generation“ produziert.

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