Nay (links) malt und spricht mit ihrer Klassenlehrerin, die nicht in die Schule kommen darf. Lea (6) zeigt Schulsenatorin Sandra Scheeres ihr Lesebuch.
Bild: Carsten Koall / BLZ

Berlin - Vier Schülerinnen und Schüler von insgesamt 460 haben sie auf Anraten des Gesundheitsamts wieder nach Hause geschickt am ersten Schultag in der Nürtingen-Grundschule. Nicht, weil sie Covid-19-Symptome hatten, sondern weil nicht klar war, ob oder bis wann die vier sich in den Sommerferien in einem Risikogebiet aufgehalten hatten, und weil sie kein negatives Testergebnis vorzeigen konnten. „Viele Eltern sind aber aktiv auf uns zugekommen und haben gesagt: Wir waren noch bis vor kurzem im Risikogebiet, aber wir haben uns testen lassen und es ist alles in Ordnung“, berichtet Schulleiter Markus Schega. Es ist ein sonniger Montag im Herzen von Kreuzberg. Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) und die Presse sind zu Besuch, um den ersten Schultag vor Ort mitzuerleben.

Scheeres ist allerdings auch hier, um ihn zu verteidigen. Am Wochenende kurz vor Beginn hatte es noch einigen Wirbel gegeben: Der Landeselternausschuss und die Bezirkselterngremien hatten für die ersten beiden Woche eine Maskenpflicht auch im Unterricht gefordert und die Möglichkeit für Schulen, in den Teilungsunterricht zu gehen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hingegen forderte ab der zweiten Schulwoche eine Rückkehr in den Teilungsunterricht auf unbestimmte Zeit. Und dann drohte noch der Landesschülerausschuss mit einem Schulstreik, ließ sich aber durch Scheeres Ankündigung, einen Hygienebeirat einzurichten, vorerst wieder besänftigen.

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