Berlin - Ab dem 3. Mai können die 50.000 Lehrer an weiterführenden und beruflichen Schulen Impftermine buchen. Die Einladungen werden von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in den kommenden Tagen verschickt. Bisher hatten nur die Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Aber inzwischen gibt es genug Impfkapazitäten für die gesamte Lehrerschaft, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung mitteilte.

Bisher haben etwa 36.000 Beschäftigte in den Grundschulen, 7000 Beschäftigte an Förderschulen, 46.000 Kita-Mitarbeiter und 1500 Personen in der Kindertagespflege eine Impfeinladung erhalten; viele von ihnen haben bereits ihre Erstimpfung bekommen. Auch die 4000 Angestellten in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe werden ab dem 3. Mai eine Impfeinladung erhalten.

Die Nachricht wird voraussichtlich zu einer gewissen Beruhigung bei der Lehrerschaft führen. In den vergangenen Wochen gab es zahlreiche Protestbriefe von Berliner Schulen. Die Lehrkräfte schrieben, sie fühlten sich verheizt und hätten Angst, ungeimpft in ihre Klassen zu gehen und die Schüler beim Selbsttest zu überwachen. Auch hatte es großen Unmut gegeben, weil das Impfangebot, das die Lehrer an weiterführenden Schulen kurz vor den Osterferien erhalten hatten, plötzlich zurückgezogen worden war. Damit reagierte die Berliner Senatsverwaltung auf die Empfehlung des Bundes, den Impfstoff Astrazeneca nicht mehr an Menschen zu verimpfen, die jünger als sechzig Jahr alt sind.

„Es war mir ein ganz wichtiges Anliegen, dass auch die Beschäftigten an den weiterführenden und beruflichen Schulen möglichst bald eine Impf-Einladung erhalten“, sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres. „Jetzt können wir das möglich machen. Ich habe es schon mehrfach bedauert, dass wir das erste bundesweit einmalige Impfangebot an das Dienstpersonal der weiterführenden Schulen wegen der Entscheidungen zum Impfstoff Astrazeneca wieder zurückziehen mussten.“