Ilka Hoffmannvon der GEW fordert gemeinsame Anstrenungen von Bund, Ländern und Kommunen gegen die soziale Ungleichheit in den Schulen.
Foto: GEW/Kay Herschelmann

BerlinDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) prangert angesichts der Ergebnisse der Pisa-Studie die enge Koppelung von Bildung und sozialer Herkunft in Deutschland an und fordert gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern.

 „Die große Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler bleibt die Achillesferse des deutschen Schulsystems“, sagte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied für den Bereich Schule, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Auch fast 20 Jahre nach dem Pisa-Schock schafft es Schule nicht entscheidend, Nachteile abzubauen, die Kinder aus dem Elternhaus mitbringen“, setzte sie hinzu. „Im Gegenteil: Der Lehrkräftemangel verstärkt das Problem.“

Hoffmann sagte: „Die Schere geht weiter auf.“ Die Lehrergewerkschafterin forderte: „Deutschland braucht einen Schulterschluss von Bund, Ländern und Kommunen, um länderübergreifende Anstrengungen für mehr Chancengleichheit zu stemmen.“