BerlinBerliner Oberstuflerinnen und Oberstufler müssen nach Ende der Herbstferien ab Montag auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das verkündete die Senatsschulverwaltung am Donnerstag. Die Vorgabe gilt für alle Schülerinnen und Schüler der Kursstufe und die Lehrkräfte, die sie unterrichten – also für die 11. und 12. Klassen in den Gymnasien und für die 12. und 13. in den Integrierten Sekundarschulen (ISS) mit gymnasialer Oberstufe. Lehrkräfte müssen zusätzlich ab Montag ihre Maske auch im Lehrerzimmer tragen. Berufsschüler aller Stufen müssen ihre Maske ebenfalls im ganzen Schulgebäude tragen, auch im Unterricht.

Die Regel gilt bis 30. Oktober – einen Tag vorher soll der neue Corona-Stufenplan der Senatsschulverwaltung in Kraft treten. Dieser sieht vor, dass die bezirklichen Gesundheitsämter ab 29. Oktober jede Schule einzeln einer von vier Sicherheitsstufen von grün bis rot zuordnen. Auch auf der niedrigsten Stufe gilt weiterhin eine Maskenpflicht auf Fluren, in Treppenhäusern und Toiletten, wie schon zu Beginn des neuen Schuljahrs. Die Stufe Rot würde laut Plan „Unterricht im Alternativszenario“ bedeuten: Lernen von zu Hause aus bei gleichzeitigem Recht der Schülerinnen und Schüler darauf, den Inhalt einer „normalen“ Unterrichtswoche in zwei aufeinanderfolgenden Unterrichtswochen im Präsenzunterricht erteilt zu bekommen.

„Unser Stufenplan sieht ein differenziertes Lagebild für jede Berliner Schule vor, das ist aber aufgrund der Herbstferien in dieser Woche noch nicht möglich. Deshalb habe ich entschieden, für alle Berliner Schulen zusätzliche Maßnahmen festzulegen“, teilte Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag mit. Auch wenn Schulen nach jetzigem Stand der Wissenschaft „keine besonderen Infektionsherde“ seien, stehe die Prävention an erster Stelle. „Wir müssen so weit wie möglich verhindern, dass Infektionen nach den Herbstferien in die Schulen getragen oder dort weitergegeben werden“, so Scheeres.

Die Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte die Senatorin scharf und forderte klarere Regeln. Scheeres trage die Verantwortung für die Gesundheit des Berliner Schulpersonals sowie der Schülerinnen und Schüler und ducke sich mit dem Verweis auf die bezirklichen Gesundheitsämter weg. „Ein Blick auf das Infektionsgeschehen in Berlin lässt keine Zweifel zu, dass wir längst nicht mehr im grünen Bereich des Corona-Stufenplans sind, der den Regelunterricht bei einem ‚niedrigen Infektionsgeschehen‘ vorsieht“, sagte der Vorsitzende Tom Erdmann am Donnerstag.