Die Friedensburg-Oberschule kann sich Hoffnungen auf den deutschen Schulpreis machen (Symbolbild). 
Foto: imago images / photothek

BerlinAufregende Tage für die Friedensburg-Oberschule in Charlottenburg: Am Mittwoch und Donnerstag war ein Team der deutschen Schulpreisjury vor Ort, um zu entscheiden, ob die Friedensburg es aus der Vorauswahl in die Endrunde der 15 Nominierten schafft. Schon jetzt darf sich die Europaschule für Spanisch aber eine der besten 20 Schulen Deutschlands nennen, als einzige Schule in Berlin. 2015 hatte die Friedensburg es schon mal so weit geschafft.

Lesen Sie auch: Berlins schmutzige Schulen >> 

Nach dem, was die Jury-Mitglieder am Donnerstag von ihren Eindrücken berichteten, lässt sich sagen: Es sieht gut aus, dass sie dieses Mal weiterkommt. „Ich denke, wir haben gute Chancen auf einen Preis“, sagte auch Schulleiter Sven Zimmerschied. Das Besichtigungsteam hatte mit Eltern, Lehrerschaft, den Schülern und externen Schulpartnern gesprochen.

Soziale Integrationsleistung gewürdigt 

Fazit: Der Integrierten Sekundarschule gelinge es, sowohl die guten Schüler als auch die mit mehr Unterstützungsbedarf gut zu fördern. „Die Schüler werden in ihrer Vielfalt unterstützt“, sagte Pädagogikprofessor Hermann Veith. Miriam Vock, Professorin für Empirische Unterichtsforschung, lobte die freundliche Atmosphäre und das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern: „Die Schule ist ein guter Lebensraum, obwohl sie so groß ist.“

Lesen Sie auch: „Schwarze Ecken, dicke Wollmäuse“: Darum sind viele Berliner Schulen so verdreckt >> 

Auch die soziale Integrationsleistung der Schule wurde gewürdigt: Von den 1200 Schülerinnen und Schüler haben 70 Prozent einen Migrationshintergrund, ein Drittel der ist lernmittelbefreit. Die sechs Gewinner des von der Robert-Bosch-Stiftung gegründeten Schulpreises werden am 20. Mai bekannt gegeben. Fünf Schulen erhalten jeweils 25.000 Euro Preisgeld, eine den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis.