Trotz Tablet und Co.: Klassische Stifte haben beim Schreibenlernen noch nicht ausgedient.
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BerlinWenn Kinder lesen und schreiben lernen, sind Stift und Papier Forschern zufolge noch lange nicht überholt. Im Gegenteil: Das Schreiben auf diese Weise hat die meisten Vorteile und die wenigstens Nachteile. Das zeigt eine Studie der Universität Ulm. Dabei lernte je eine Gruppe von Kindergartenkindern Buchstaben mit Stift und Papier, einer virtuellen Tastatur oder einem digitalen Stift.

Fazit der Forscher: Wer mit der Hand schreibt, begreift im wahrsten Sinne des Wortes die Welt, weil ein direkter Zusammenhang zwischen Buchstabenform und Bewegung besteht. So lag die Stift-Papier-Gruppe bei der Buchstabenerkennung und den visuell-räumlichen Fähigkeiten vorne.

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Dafür schnitt die Tastatur-Gruppe beim Lesen und Schreiben ganzer Worte besser ab, vor allem im Vergleich zur Gruppe mit dem digitalen Stift. Dort erschwerte vermutlich die rutschige Bildschirmoberfläche das Schreiben. Annähern könnten sich die Ergebnisse, wenn künftige Tablet-Oberflächen eine ähnliche Reibung wie Papier hätten, so die Forscher. Allerdings sei der klassische Stift günstiger und technisch nicht so störanfällig.