Berlin - Ausgewählte Experten haben unseren Fragebogen ausgefüllt: Mit sieben Fragen zur Lage der Berliner Bildung. Sie alle kennen die Nöte unserer Schulen aus nächster Nähe, weil sie Schulen gegründet haben, Lehrer sind, sich als Schüler, Eltern oder Bildungsaktivisten engagieren. Der Landesschülerausschuss hat bei seiner letzten Zusammenkunft gemeinsam auf unsere Fragen geantwortet.

1.       Welche Note würden Sie dem Berliner Schulsystem geben?

Vier.

2.       Denk ich an Berliner Schulen in der Nacht, dann sehe ich …

Schwarz.

3.       Welche drei Bildungsthemen müssen in der nächsten Legislatur unbedingt vorangetrieben werden?

Digitalisierung, Gleichberechtigung aller Lernenden und die Schaffung neuer Partizipationsmöglichkeiten, die Kinder und Jugendliche ernst nehmen.

4.       Wenn Sie die politische Macht hätten, welches Problem würden Sie zuerst angehen und wie?

Wir würden als erstes die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen stärken, da Bildung leider viel zu oft für diese, aber nicht mit ihnen gemacht wird.

5.       Wer hätte in Ihren Augen das Zeug dazu, eine exzellente Bildungssenatorin/ein exzellenter Bildungssenator zu sein?

Sherlock Holmes – mit seinem hohen Intellekt würde er schnell die Probleme im Berliner Bildungssystem erkennen und beheben.

6.       Wenn Sie sich eine Bildungssenatorin/einen Bildungssenator für unsere Stadt backen könnten, welche Qualitäten hätte sie/er?  

Der/die Bildungssenator:in hätte immer ein offenes Ohr für Kinder und Jugendliche, ein hohes Innovationsvermögen und Visionen für die Bildung des 21. Jahrhunderts.

7.       Eine gute und zeitgemäße Schule ist für mich …

Digital, individuell fördernd, fair und mit leckerem Mittagessen – also ein Ort, an dem man gerne ist.

Der LSA

Der Landesschülerausschuss (LSA) ist die demokratisch legitimierte Vertretung der rund 350.000 Schüler in Berlin. Die Mitglieder setzen sich gegenüber dem Berliner Senat, den Lehrern und Eltern für die Rechte der Schüler ein, organisieren Seminare für die SV-Arbeit, Podiumsdiskussionen und Demonstrationen, um auf Missstände im Berliner Bildungssystem aufmerksam zu machen. Im Ausschuss sind alle zwölf Berliner Bezirke mit jeweils zwei Mitgliedern vertreten. Zum Vorsitzenden wurde Felix Stephanowitz gewählt, für Presse zuständig ist Rufus Franzen.