Meditieren, Musik: Diese sieben Hobbys machen uns schlauer

Spontan etwas unternehmen, ausschlafen oder übers Wochenende wegfahren: Für ihre Freizeit haben die Deutschen viele schöne Wünsche, in der Realität aber sitzen viele vor dem Fernseher oder Computer, zeigt der aktuelle Freizeit-Monitor der Stiftung für Zukunftsfragen.

Dabei macht ein schönes Hobby nicht nur Spaß und erfüllt uns – wir können mit bestimmten Aktivitäten sogar unsere geistige Leistungsfähigkeit erhöhen. Denn immer wenn unser Gehirn etwas lernt, entstehen auch neue Verknüpfungen, die dafür sorgen, dass es schneller und besser arbeitet. Diese sieben Hobbys machen uns schlauer:

1. Ein Instrument spielen

Musizieren verbessert unsere kreativen und motorischen Fähigkeiten, unser analytisches Denken, unser Sprach- und Rechenpotenzial und vieles mehr. Das sind viele Vorteile – allerdings behaupten manche Menschen, dass man mit Teamsport das gleiche erreichen kann. Aber ein Instrument zu spielen, hat einen entscheidenden Vorteil: Musik machen stärkt das Corpus callosum, den Balken, der unsere beiden Gehirnhälften mit einander verbindet.

Wenn mehr Nervenfasern zwischen den beiden Gehirnhälften gebildet werden, wirkt sich das unter anderem positiv auf unsere Gedächtnisleistung und die Fähigkeit zur Problemlösung aus – das Alter spielt dabei keine Rolle.

2. Lesen – egal was

Lesen ist immer gut, egal ob man Fantasybücher, kitschige Liebesromane oder das aktuelle Wirtschaftsmagazin liest. Wer schmökert, reduziert seinen Stresslevel und fühlt sich dadurch wohler, außerdem wird die Intelligenz verbessert: Dazu zählt sowohl die Fähigkeit, logisch zu denken und Probleme zu lösen, als auch die emotionale Intelligenz, also das Vermögen, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Das hat nicht nur beruflich, sondern auch privat positive Auswirkungen.

3. Regelmäßig Sport treiben

Nur gelegentliche Bewegung bringt es nicht, auch nicht, wenn es ein extremes Workout ist. Nur wer regelmäßig Sport treibt, erzielt die gewünschte Wirkung: Die Gehirnzellen werden mit dem Wachstumsfaktor BDNF geflutet, ein Protein, das unter anderem das Gedächtnis und die Lern- und Konzentrationsfähigkeit (die „mentale Schärfe“) verbessert. Manche Forscher sind der Ansicht, dass zu viel und zu langes Sitzen den gegenteiligen Effekt hat und unser Gehirn dadurch nicht so gut funktioniert, wie es eigentlich könnte.

4. Eine neue Sprache lernen

Es sind nicht unbedingt Puzzle-Spiele, die unser Gedächtnis verbessern: Eine fremde Sprache zu lernen, ist viel effektiver. Studien zeigen, dass mehrsprachige Menschen besser formulieren können und Rätsel schneller knacken als Menschen, die nur eine Sprache beherrschen. Wer mit Erfolg Fremdsprachen lernt, trainiert sein Gehirn und bewältigt geistige Aufgaben wie Planen und Problemlösung besser. Außerdem: Wer mindestens zwei Sprachen spricht, kann sich leichter konzentrieren und nimmt die Umgebung schneller und deutlicher wahr.

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