Berlin - Henriette Weber unterrichtet Deutsch und Naturwissenschaften in der Grundschule im Hofgarten in Prenzlauer Berg. Beim ersten Lockdown hat sie den Schülern der fünften Klasse drei Arten Samen mitgegeben: Kresse, Feuerbohnen und Kichererbsen. Die Kresse sollte unter vier verschiedenen Bedingungen gezüchtet werden: mit konstantem und mäßigem Gießen, im Kühlschrank und in völliger Dunkelheit. Bei der Feuerbohne sollten Wachstum und Fähigkeit der Pflanze, sich um Stöcke zu ranken, beobachtet werden. Denn diese Pflanze hat die erstaunliche Eigenschaft, zehn Zentimeter pro Tag zu wachsen.

Die Bohne belohnt die jungen Gärtner mit knallroten Blüten. Die Kichererbse dagegen ist so empfindlich wie eine Mimose. Die Schüler sollten sie mit Wasser und Seife oder Öl gießen. Nur drei Kinder von sechzehn schafften es, sie überhaupt zum Keimen zu bringen. Der Trick ist, erzählt Henriette Weber, die Früchte lange quellen zu lassen, am besten in Watte und mit Folie darüber.

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