Berlin - Als ich im vergangenen Jahr die Diagnose Brustkrebs bekam, war ich erst einmal mit mir selbst beschäftigt: Ich musste die Nachricht begreifen, mir die richtigen Ärzte suchen, mich um die Therapietermine kümmern, mit der Angst klarkommen, die mich immer wieder überfiel. Und ich weiß noch, dass ich es irgendwie komisch fand, ja fast nervig, dass meine Onkologin mich bei jedem Termin fragte: „Haben Sie es schon ihren Kindern gesagt?“ Dafür hatte ich gar keinen Kopf.

Meine kleine Tochter war damals fünf, die große zehn. Im Nachhinein wundere ich mich, dass ich mir so wenig Gedanken darüber gemacht habe, wie ich ihnen die schlechte Nachricht überbringe. Erst später wurde mir bewusst, dass die Krankheit der Mutter auch für die Kinder eine Gefühlsachterbahn bedeutet. Aber wie erklärt man ihnen, was es bedeutet, eine Chemotherapie machen zu müssen und plötzlich Todesangst zu haben? Soll man es ihnen überhaupt sagen?

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