Alle ehemaligen Mitschüler sind verheiratet, haben tolle Kinder und gute Jobs – man selbst hangelt sich von einem befristeten Vertrag zum nächsten, ist gerade frisch getrennt oder hat zehn Kilo zugelegt. Kein Wunder, dass sich die Lust auf ein Wiedersehen in Grenzen hält.

Absagen muss man trotzdem nicht. Mit diesen goldenen Regeln des Klassentreffens wird es vielleicht doch ganz nett:

1. Selbstzweifel beseitigen

Sie haben ein paar Pfunde mehr auf den Rippen als damals? Na und, das wird den anderen ähnlich gehen. Dumme Bemerkungen kontern Sie einfach mit „Besser Fett als Falten!“ Beruflich hat sich auch nicht alles zum Besten entwickelt? Dann gehen Sie doch offensiv damit um und nutzen die Chance zum Netzwerken – vielleicht ergibt sich durch das Klassentreffen die ein oder andere neue Job-Perspektive.

2. Begleitung mitbringen

Sie sind schüchtern oder fühlen sich unwohl, ganz alleine auf Ihre alten Schulkameraden zu treffen? Dann fragen Sie doch Ihren Partner oder einen guten Freund, ob er sie nicht vielleicht begleiten will. Allerdings sollten Sie vorher mit dem Veranstalterteam abstimmen, ob eine Begleitperson mitgebracht werden darf.

3. Cool bleiben

Der Dirk hat Sie in den Pausen immer getriezt, die Susanne beim Abiball übel über Sie abgelästert – zweifelsohne trifft man auch alte Bekannte, auf die man eigentlich gerne hätte verzichten können. Trotzdem gilt hier: Gelassen bleiben! Sagen Sie freundlich „Hallo“ und widmen Sie sich dann einfach wieder angenehmeren Gesprächspartnern, frei nach der Regel: Alles kann, nichts muss.

4. Passendes Outfit tragen

Denken Sie immer daran: Ein Klassentreffen ist keine Schönheitskonkurrenz! Also machen Sie sich ums Outfit gerne Gedanken, aber bitte nicht zu viele. Die Hauptsache ist, Sie bleiben Ihrem Stil treu und fühlen sich wohl in den Klamotten. Anzug und Kostümchen sind in der Regel fehl am Platz, außer es gibt einen hochoffiziellen Sektempfang mit Ansprache beim Ex-Schulleiter.

5. Angebern Paroli bieten

Rumprotzen kommt bei Klassentreffen für gewöhnlich nicht so gut an. Trotzdem werden Visitenkarten gezückt, und es fallen Sprüche wie: „Der letzte Jobeinsatz im Ausland war ja sooo interessant...“. Ganz entkommen kann man dem nicht, aber es gibt eine einfache Strategie, einen Angeber auszubremsen: Fragen Sie ständig nach – und zwar gnadenlos nach allen Einzelheiten. („Soso, du warst beruflich in Indien? Was gab es denn da zu essen? Wie scharf war es denn? Hast du das gut vertragen?“ ...) Dadurch lenken Sie vom Thema ab und „sabotieren“ den Angeber.

Sollte man alte Lehrer einladen? Wie gestaltet man das Programm beim Klassentreffen? Mehr Tipps gibt es auf der nächsten Seite.