Berin - Im Moment wird leidenschaftlich diskutiert, ob man in diesem Schuljahr ganz auf die Sitzenbleiben verzichtet. Sicher würde das den Druck bei Eltern und Schülern etwas herausnehmen und die vielfachen Unterrichtsausfälle und Belastungen anerkennen, denen die Kinder und Jugendlichen durch die Corona-Krise ausgesetzt sind. Doch ist das Sitzenbleiben-Können ja auch ein wichtiges Warnsignal dafür, dass die Schülerinnen und Schüler bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten noch nicht erworben haben. Die Sorge, sitzen bleiben zu können, sorgt für eine gewisse zusätzliche Anstrengungsbereitschaft.

Deshalb erscheint dieser Vorschlag der Kultusministerkonferenz deutlich attraktiver: Dass die Länder den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen können, das Schuljahr freiwillig zu wiederholen, ohne dass dies auf die Verweildauer insbesondere in der gymnasialen Oberstufe angerechnet wird. Das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ist auch heute schon möglich, wird jedoch bislang als Nichtversetzung gewertet – und bei zweimaliger Nichtversetzung müssen die Schülerinnen und Schüler den besuchten Bildungsgang verlassen.

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