Tokio - Es gibt Vorschriften zum Haarschnitt, den Augenbrauen oder sogar zur Unterwäsche der Schüler. Was eine Juristenvereinigung in Fukuoka, der größten Stadt Südwestjapans, vor kurzem für einen Großteil der dortigen Mittelschulen dokumentiert und angeprangert hat, ist ein absurder Auswuchs eines generellen Problems: Hierarchien in der Schule machen ursprünglich vielleicht gut gemeinte Regeln zu einer Art Schreckensherrschaft für diejenigen, die individuell sein wollen.

„Selbst wenn Schüler den Sinn der Regeln anzweifeln, sie können nichts tun. Denn vom Lehrpersonal wird ihnen gesagt: Das wird sich auf dein Zeugnis auswirken.“ Es ist ein Resümee, das aufhorchen lässt. Denn diese Zusammenfassung der Fukuoka-ken bengoshikai – der Anwaltsvereinigung der Präfektur Fukuoka – bezieht sich nicht etwa auf die mündliche Mitarbeit oder das Sozialverhalten von Schülern. Vielmehr geht es um Vorschriften, die die Juristen als „Verletzung der Menschenrechte“ bezeichnen.

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