Den Finger mitlaufen lassen: So entziffern viele Kinder die ersten Buchstaben.
Foto: Mascha Brichta

Wieviel Zeit ein Kind zum Lesenlernen braucht, ist nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass es Freude beim Lesen entwickelt. Darauf weist die Stiftung Lesen hin und gibt Tipps, wie der Spaß nicht zu kurz kommt:

- Eltern können das Buchstabenverständnis ihrer Kinder ganz einfach und spielerisch fördern. So können sie fragen, an welches Tier oder Gericht ein neu gelernter Buchstabe erinnert. Buchstaben können gemeinsam aus Zahnstochern, Lebensmitteln oder Bauklötzen nachgelegt werden. Dazu kann man auf der Straße, im Bus oder im Park nach Buchstaben suchen. Manchmal sieht zum Beispiel der Zweig eines Baumes aus wie Ypsilon. Die Buchstaben kann man sich gegenseitig auf den Rücken schreiben, um sie zu erraten.

- Alle Kinder haben einen Lieblingshelden oder eine Lieblingsheldin, die sie aus Geschichten, Märchen, dem Fernsehen oder Kino kennen. Zu fast all diesen Figuren gibt es passende Erstlesebücher. Eltern sollten die Vorlieben ihres Kindes nutzen und ihm zeigen, dass es auch mit Heidi, der kleinen Meerjungfrau oder den liebenswerten Figuren des Dschungelbuch lesen lernen kann.

- Um den Übergang vom Vorlesen zum eigenen Lesen zu erleichtern, lohnt es sich im Tandem zu lesen. Erst liest der Erwachsene, dann das Kind, dann wieder der Erwachsene. Dabei muss es nicht immer ein Buch sein. Auch Comics oder Zeitschriften können Kinder zum Lesen motivieren, weil sie durch die Bilder und Fotos den Inhalt schneller erfassen.