Walter Womackas Bauchbinde am Haus des Lehrers in Berlin (Ausschnitt)
Walter Womackas Bauchbinde am Haus des Lehrers in Berlin (Ausschnitt)
Foto: imago images/Steinach

Berlin - Diesmal geht es in dieser Serie über die Schulzeit in der späten DDR um Märchenstunden. Gemeint ist − lach! − nicht das Unterrichtsfach Staatsbürgerkunde. Märchenstunden gehörten natürlich nicht zum Lehrplan, der die Schüler zu sozialistischen Persönlichkeiten heranbilden sollte. Ich hatte aber das Glück, einmal jährlich Märchenstunden erteilt zu bekommen: in den Sommerferien, während des dreiwöchigen Ferienlagers in einem kleinen mecklenburgischen Dorf an einem See. Es war kein Pionierlager, es gab keine Appelle und Wimpeljagden, aber Lagerfeuerabende und Neptunfeste. Es handelte sich um ein kleines Betriebsferienlager für die Mitarbeiterkinder einer psychiatrischen Klinik. Ungefähr 50 fuhren pro Durchgang mit, ich liebte diese drei Sommerwochen und jedes Jahr ein anderes Mädchen aus tiefstem Herzen.

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