Berlin - Kerstin Zedler steht um 8.45 Uhr auf dem sonnigen Schulhof der Münchhausen-Grundschule in Berlin-Waidmannslust und empfängt die langsam eintrudelnden Kinder der Klassen eins bis drei zum vorletzten Tag der Sommerschule. Für zwei Wochen konnten sie drei Stunden täglich Stoff nachholen, üben und die coronabedingten Lernlücken zumindest etwas abbauen. 8440 Schülerinnen und Schüler haben in Berlin einen solchen Sommerschulplatz bekommen. Die Schulen haben ausgewählt, welche Kinder den größten Nachholbedarf haben, sie mit individuellen Aufgaben ausgerüstet und, im Falle der Münchhausen-Grundschule, beim Nachhilfe-Unternehmen Studienkreis für die Sommerschule angemeldet.

Es fällt gleich auf: In der Sommerschule geht es entspannter zu. Um kurz nach neun fliegen noch Fußbälle zwischen den Schulgebäuden aus Backstein hin und her. „Die sollen sich mal ordentlich austoben, dann wird es gleich ruhiger im Klassenraum“, sagt Kerstin Zedler und wehrt lässig an einer Tischtennisplatte lehnend einen der Lederbälle mit der Hand kurz vor dem Gesicht ab. Durch die Auswahlkriterien für die Sommerschulplätze landen in den kleinen Gruppen oft gleich mehrere unruhige Kinder, die es in der Schule nicht leicht haben und es ist nicht einfach, in der Klasse Stille einkehren zu lassen.

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