Digitalisierung der Schulen.
Foto: imago images/Panthermedia

Stellen Sie sich vor, wir hätten vor Corona vorgeschlagen, Homeschooling einzuführen, als Versuch, als Experiment, und das über mehrere Wochen oder gar Monate. Nichts wäre radikaler gewesen, nichts hätte uns mehr beschäftigt als der geplante Start eines flächendeckenden Homeschooling-Programms.

Es hätte Debatten und Diskussionen gegeben, wie das gehen soll, was Schüler*innen können müssen, wie Eltern das leisten sollen, wie Lehrer*innen sich darauf vorbereiten können, wer das organisiert, wie das technisch machbar ist? Vermutlich hätten wir es uns nicht zugetraut. Weder Lehrer*innen, noch Eltern, noch Schüler*innen, noch Bildungspolitiker*innen. Kaum einer hätte den Mut aufgebracht. Und selbst wenn wir uns dafür entschieden hätten, dieses Experiment für ein paar Wochen zu testen – wir hätten Monate, vermutlich Jahre gebraucht, um es vorzubereiten. Viele Bedenken, viele Einwände hätten berücksichtigt werden müssen, Einwände wie dass die Schüler*innen zuhause doch nur Fortnite zocken würden, statt Latein zu lernen. In den sozialen Netzwerken wären die Meinungen hochgekocht. Am Ende hätten wir uns doch nicht getraut zu springen.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.