Doch Flash machte nicht nur den Unterschied in Hinblick auf die Webseitengestaltung. Flash trug zusätzlich dazu bei, die Konzeption von Webseiten um Audio- und 3D-Elemente zu erweitern. Im Zuge der sogenannten Barrierefreiheit, die es sich zum Ziel macht, Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Internet zu erleichtern, ist Flash jedoch in die Kritik geraten, denn Screenreader – zu Deutsch: Bildschirmlesegeräte - mit Hilfe derer Sehbehinderte Internetseiten mit Hilfe der Blindenschrift Braille oder akustisch erleben können, sind nicht in  der Lage Flash-Inhalte wiederzugeben. Sicherheitslücken, die das Infiltrieren von schädlicher Software möglich machen, haben sogar zusätzlich dazu geführt, dass Apple Flash von iPhones, iPods und iPads verbannt hat. Für Webdesign mit Flash spricht jedoch die inzwischen erweiterte Indexierungsmöglichkeit sowie die nach wie vor unvergleichliche Flash-Optik.

Flash Animation erstellen – eine Kunst für sich
Eine professionelle Flash Animation erstellen, ist in der Zwischenzeit zwar auch mit Open Source-Tools möglich geworden, die am meisten eingesetzte Software dürfte jedoch Adobe Flash (früher Macromedia Flash) sein. Webdesigner sollten auf jeden Fall Grundkenntnisse in Flash erlernen. Mit Hilfe unterschiedlicher Timelines und Ebenen lassen sich höchst aufwändige Animationen und sogar Spiele oder Programme erstellen. Einmal in eine Website integriert und ein entsprechendes PlugIn vorausgesetzt, lassen sich so eine Vielzahl von Interaktionsmöglichkeiten generieren, die zu einem ungeheuren Mehrwert bei Internetseiten beitragen.

 

Video mit ActionScript – wenn Bilder mit Flash laufen lernen
ActionScript ist eine äußerst mächtige objektbasierte Programmiersprache, die die Einsatzmöglichkeiten von Flash um ein Vielfaches erweitert. Neben Webseiten oder Websitekomponenten lassen sich mit Hilfe von ActionScript ganze Programme oder sogar Spiele erstellen, die um abgespielt zu werden, lediglich über ein entsprechendes (kostenloses) PlugIn verfügen müssen. Ebenso interessant ist es, Video mit ActionScript in Flash zu integrieren und Video-Content um entsprechende Möglichkeiten zu ergänzen – und zwar ganz so, als ob es sich um ein beliebiges Grafikobjekt handeln würde. Mit ActionScript lässt sich präzise steuern, zu welchem Zeitpunkt bestimmte Bildinhalte wiedergegeben werden sollen. ActionScript eignet sich aber ebenfalls, um externe Videos zu laden oder aber um die Wiedergabemöglichkeiten auf dem jeweiligen Rechner zu beeinflussen. Neben dem Einsatz des Vollbildmodus ist es ebenso denkbar, den Videoeingang des Benutzercomputers anzusprechen, um so eine Erweiterung der Interaktionsmöglichkeiten zu erreichen.

Flash oder HTML5 – wie sieht die Zukunft des bewegten Internetaus?

Dass Flash teilweise in die Kritik geraten ist, hat nicht zwangsläufig dazu geführt, dass weniger Seiten oder Animationen mit Flash erstellt werden. Neben Sicherheitslücken, die zum Teil zu kritischen Situationen führen können, ist Flash vor allem aber wegen seinem Mangel an Indexierungsmöglichkeiten kritisiert worden. So konnten Blinde oder Gehörlose über einen langen Zeitraum hinweg Flashinhalte gar nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen. Als Zusätzlich hinderlich erwies sich die Tatsache, dass Flash-Content nicht auf herkömmliche Weise durch Suchmaschinen gefunden werden konnte. Ein neuer "Stern" am Internethorizont ist daher HTML 5, das spätestens 2014 komplett lauffähig sein soll. Vorteil ist außerdem, dass auch komplexe Funktionen mit wesentlich geringerem Programmieraufwand erstellt werden können. Auch bei der Entwicklung von Apps (siehe hier die verschiedenen Arten von Apps) für mobile Endgeräte bietet HTML5 entscheidende Vorteile: die programmierten Apps funktionieren unabhängig vom Betriebssystem, was die Entwicklungskosten erheblich reduziert. Ob Flash jemals wieder auf iPhones, iPods oder iPads zum Einsatz kommen wird, lässt sich heute nicht mit Gewissheit sagen. Es ist jedoch abzusehen, dass bei einzelnen Funktionen Flash auch in Zukunft Vorteile gegenüber HTML5 haben wird.